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Entscheidungen in der Zeit der Trauer zu treffen, ist für die meisten Menschen eine große Belastung. Viele empfinden es als Erleichterung, wenn ihnen jemand zur Seite steht, hilft, den Alltag zu bewältigen, und Trauer und Schmerz zu teilen. Dinge, die es zu erledigen gilt, gibt es in dieser Zeit in großer Zahl und viele Trauernde fühlen sich davon überfordert. Ähnlich geht es sehr oft auch Menschen, die ein Tier verloren haben. Was viele nicht wissen: Dem Tierfreund bietet sich mit dem tierfriedhof im Bereich des Begräbnisses eine würdevolle und sinnvolle Einrichtung, die als eine besonders positive Option zu den herkömmlichen Vorgehensweisen beim Ableben der Tiere zu betrachten ist. Wer sich für die Tierbestattung auf einem Friedhof entscheidet, kann in allen Details sichergehen, dass er selbst bestimmt, wie das Begräbnis seines Tieres gestaltet wird.

friedhof tiere

Für viele Menschen ist ein Leben ohne Tiere undenkbar. Seit Anbeginn der Menschheit bestehen zwischen Menschen und Tieren eine Vielzahl von Formen der Gemeinschaft und der Freundschaft. In der Beziehung zum Tier, sei es zum eigenen Nutztier oder zum eigenen Haustier, strukturiert sich in vielen Fällen auf eine besondere, oft wunderbar bereichernde Weise der Alltag. Über die Jahre können Tiere zu einem unentbehrlichen Begleiter, Freund, Seelentröster und Gefährten werden. Oft übernehmen Tiere auch wichtige Aufgaben, können die Rolle eines Partners, eines Therapeuten oder im Fall von blinden Menschen eines Führers einnehmen. So ist der Tod gerade für die Menschen, die intensiv mit Tieren zusammengelebt haben, ein schwerer Schlag. Denn genauso wie beim Tod eines anderen Menschen verlieren sie einen Partner. Der gesetzlich verankerte Status des Tieres als „Sachen“ ist nicht nur unzutreffend, sondern auch unerträglich. Zwar hat die Ergänzung von Paragraf 90a im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) inzwischen für eine Unterscheidung und Abgrenzung der Tiere von „Sachen“ gesorgt. Gleichwohl sind für Tiere laut Gesetz weiterhin „die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden“. Beim Ableben des Tieres bedeutet dies im schlimmsten Fall, dass ein Tier ab einer entsprechenden Größe als „Sondermüll“ zu entsorgen ist. Das gilt unter Umständen selbst für kleinere Tiere, denn nicht jedem Tierhalter steht ein eigener Garten zur Verfügung, wo meist zumindest Hamster, Kaninchen, Katze oder Hund begraben werden können.

Für Tierbesitzer und Tierfreunde ist dies ein unerträglicher Zustand, den der Gesetzgeber bis heute nicht zufriedenstellend gelöst hat. Um dennoch in Würde Abschied vom geliebten Tier und Gefährten nehmen zu können, hat sich seit einiger Zeit die Institution tierfriedhof etabliert. Seit 1899 der erste offizielle Tierfriedhof „Cimetière des chiens“ in Asnières-sur-Seine (Paris) eröffnet wurde, sind mehr und mehr dieser letzten Ruhestätten für Tiere eingerichtet worden. Damit bietet sich Menschen, die ihren Gefährten und Seelenfreund verloren haben, die Möglichkeit der anständigen und angemessenen Tierbestattung. Die Wünsche der Tierbesitzer nach einem würdigen Begräbnis sowie nach einem Ort, an dem sie Abschied nehmen können, werden auf eine besonders schöne Weise erfüllt. Zudem ergibt sich die für viele auch attraktive Option, das Grab zu besuchen, wie man es bei menschlichen Angehörigen und anderen nahestehenden Personen seit Menschengedenken macht. Den Bezugspunkt, den das Tier zu seinen Lebzeiten als Beziehungspartner für den Menschen dargestellt hat, kann ein Tiergrab zwar nicht ersetzen. Es kann aber helfen, dem Menschen einen Platz zu bieten, an dem er Trauerarbeit leisten kann. Im Trauerfall stellt der Friedhof für Tiere noch immer eine Besonderheit dar. Allerdings hat sich die Zahl in den letzten Jahren deutlich erhöht. Zumeist in großen Städten gibt es eine Reihe von Einrichtungen, die Tierfreunden helfen, ihre Trauer zu verarbeiten.

Tierfriedhof Hamburg

Eine geringe Anzahl von Friedhöfen für Haustiere in und um Hamburg bieten dem Tierfreund die Möglichkeit, sich von seinem geliebten Tier in Würde zu verabschieden. Der Friedhof in Jenfeld etwa wurde im Jahr 1997 von Hartmut und Sigward Terzenbach gegründet. Weitere Einrichtungen liegen in Norderstedt und in der Wellingsbütteler Landstraße 132.

Tierfriedhof Köln

Wunderschöne Alternativen zur respekt- und pietätlosen Tierkörperbeseitigung und Orte zum Abschiednehmen bietet auch die rheinische Metropole Köln. In Köln finden sich Friedhöfe für Tiere in Dormagen, Dellbrück, Stammheim, Bönnschenhof, Mülheim und Dünnwald.

Tierfriedhof München

Die bayrische Landeshauptstadt verfügt ebenfalls über sehr schöne Bestattungsmöglichkeiten für Tiere in München. So bieten beispielsweise die Anlagen in Obermenzing, Hallbergmoos sowie der Friedhof „Letzte Ruhe“ ein Plätzchen für die geliebten Vierbeiner, von denen man nach vielen Jahren der Freundschaft Abschied nehmen muss.

Tierfriedhof Berlin

Vier Friedhöfe für tierische Weggefährten gibt es in Berlin: Falkenberg, Tempelhof, Steglitz und Kiekebusch. In Berlin helfen zudem rund um die Uhr erreichbare Haustierbestatter bei allem, was zu einer Tierbestattung notwendig ist. Darunter auch bei der Auswahl (bei Grabstein, Grabpflege, Urnen und Särgen). Informationen zu einem Tierfriedhof in Berlin finden Sie hier.

Tierfriedhof Frankfurt

In der Ferdinand-Porsche-Straße in Frankfurt am Main, im Stadtteil Rödelheim oder auswärts Richtung Odenwald in Mühltal (Waldfriedhof „Im Eichenwald“) liegen die dortigen Friedhofsanlagen für Tiere in Frankfurt: Die kleinen Gräber sind in der Regel mit viel Liebe geschmückt.